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Die Homepage von Ingrid und Heinrich Kusch
- Kulthöhlen in Europa -
Das
Buch ...
Österreichische Ausgabe:
Kulthöhlen in Europa: Götter, Geister und
Dämonen
ISBN: 3-222-12841-3 Autor: Heinrich und
Ingrid Kusch Verlag: Styria Erscheinungsdatum:
28. Mai 2001 208 Seiten. 160 Farbabb. im Format 22,5 x 29,5 cm , gebunden mit SU
Preis: ATS 498,00
Deutsche Ausgabe:
Kulthöhlen in Europa: Götter, Geister und Dämonen
Von Heinrich und Ingrid Kusch,
Bidband, ISBN: 3-8025-2857-3 DM 68.00
208 Seiten, rund 170 Farbfotos und Grafiken. Von den über 100 im Text beschriebenen europäischen Höhlenheiligtümern werden auszugsweise 25 Kulthöhlen im Detail erläutert. Zahlreiche archäologische Fundgegenstände, Höhlenpläne, Zeittafeln und Verbreitungskarten ergänzen diese weltweit einzigartige und spannende Dokumentation.
Für Interessenten: Buch und CD sind leider lange vergriffen.Bisweilen sind im modernen Antiquariat Exemplare erhältlich, am Besten suchen Sie in Google danach
Der vorliegende Sachbildband umfasst einen der geheimnisvollsten und weitgehend
unerforschten Bereiche der menschlichen Kultur auf unserer Erde. Die Kultplätze, die in diesem Buch von einem international bekannten Autorenteam beschrieben
und dokumentiert wurden, sind Stätten wo seit Tausenden Jahren blutige Rituale, Tier- und
Menschenopfer, Bestattungen, Initiationen und andere Zeremonien durchgeführt worden sind.
Die Faszination und die unheimliche mystisch-magische Ausstrahlung, die von diesen oft
schwer zugänglichen und versteckt gelegenen Orten ausgeht, ist einzigartig. In vielen Höhlen
haben seit Jahrhunderten Mönche in der Stille der Einsamkeit meditiert und den Zugang zum
Göttlichen gesucht. Schon rund 300.000 Jahre zuvor hatten diese Stätten bereits den
Menschen der Vorzeit in ihren Bann gezogen. In der Folge kam es vermehrt zur Nutzung von
natürlich entstandenen und künstlich angelegten unterirdischen Kultplätzen, wo Götter, Geister
und Dämonen verehrt wurden. Wir kennen in Europa viele Tausende solcher verborgener Orte,
von denen einige heute noch alljährlich von hunderttausenden Menschen aufgesucht werden.
Höhlenkulte sind keineswegs ein Relikt unserer Vergangenheit, sondern gewinnen gerade in
der modernen Zeit des technischen Fortschritts wieder an Bedeutung. Ausschlaggebend dafür
sind die Wurzeln religiöser Entwicklungen, die weit zurück in unsere Vergangenheit bis in die
Altsteinzeit reichen. Hier war der Tod ein Auslöser für religiöse Denkansätze. Keine der
heutigen Weltreligionen schaffte es die archaischen Höhlenkulte zu unterbinden, ganz im
Gegenteil, man hat die alten Traditionen mit geänderten Vorzeichen nahtlos übernommen.
Die CD-ROM ...
Zusätzlich zum Sach-Bildband ist eine CD-Rom
erschienen, deren medial aufbereiteter Inhalt jenem des Buches entspricht, aber
noch umfangreiche Ergänzungen zum Text und Bildmaterial beinhaltet.
Noch nie gezeigte Computeranimationen von ausgewählten unterirdischen Kultplätzen,
wie z.B. dem Hypogäum auf Malta oder der Tiberiushöhle in Italien, Slideshows
und Videos runden die virtuelle Aufbereitung ab.
Damit ist die CD nicht nur eine Ergänzung zur CD, sondern eine eigene Präsentationsform,
die weit über die Möglichkeiten eines Printmediums hinaus geht.
Das Thema ...
Höhlen wurden seit Jahrtausenden als Tore zu einer Welt angesehen, die vorwiegend chthonischen (d.h. der Unterwelt und der Erde zugewandten) Kulten, somit den Mächten und Kräften der Tiefe geweiht waren. Sehr oft sah man in ihnen die Geburts- und Aufenthaltsorte von Göttern, womit sie weltweit in vielen Kulturen zum Gegenstand vieler symbolkräftiger Mythen und Sagen wurden. Die daraus entstandenen Glaubensformen prägten in der Folge Weltbilder, in denen Höhlen einen festen Platz einnahmen. So wurden sie zu heiligen Orten, in denen die Menschen Kontakt mit den Mächten der Tiefe, den Gottheiten, Geistern und Dämonen suchten.
Diese Kontakte fanden nachweisbar schon im Paläolithikum, der Altsteinzeit, statt. In Europa wurden Höhlen und Felsüberhänge vom Homo neanderthalensis und Homo sapiens als Kultplätze adaptiert. Die Menschen der damaligen Zeit waren keine ausschließlichen Höhlenbewohner, wie es fälschlicherweise auch heute immer noch in manchen Publikationen zu lesen ist. Sie nutzten sehr wohl günstig gelegene Felsüberhänge oder Eingangsbereiche von Höhlen als kurzfristige, saisonale Wohnbereiche, lebten aber keineswegs über Generationen hinweg darin, sieht man von einigen wenigen regionalen Ausnahmen ab. Es wurde überwiegend in der freien Natur in Hütten und Zelten gesiedelt. Höhlen nahmen zu jener Zeit bereits einen Sonderstatus ein, der durch Hinterlassenschaften des damaligen Menschen belegt ist. Gemeint sind hier die Bestattungen von Toten unterhalb von Felsüberhängen und in Höhlen, aber auch die künstlerischen Äußerungen der frühen Menschen, die heute als "bewegliche Kleinkunst" und "Höhlenmalerei" der Jüngeren Altsteinzeit bekannt sind.
Über die frühen Religionsformen wissen wir heute nicht allzuviel. Fest steht, dass es welche gab, deren Rituale und Opferungen in den Höhlen und vor den Eingängen Spuren hinterlassen haben. Mit Zunahme der menschlichen Population auf unserer Erde veränderte sich auch die Beziehung des Menschen zur Höhle. War ihr ursprünglicher Verwendungszweck Zufluchtsort oder Wasserspender, so wurde sie mit zunehmender Seßhaftigkeit der einst nomadisierend umherstreifenden Gruppen zu einem Objekt, das an Bedeutung gewann. Höhlen und Abgründe wurden zu heiligen Orten, bei denen im Verlauf von rituellen Handlungen Opfer für uns heute vielfach unbekannte Gottheiten dargebracht wurden. Man opferte nicht nur Speise- und Trankgaben oder wertvolle Gegenstände, wie Schmuck und Waffen, sondern auch Tiere und Menschen. Dadurch wurden Höhlen mancherorts zu geheimnisvollen und abweisenden Orten des Schreckens und Grauens, die gebietsweise bis heute mit diesem Makel behaftet blieben. Lokale Sagen und Legenden verankerten diese Geschehnisse über Jahrtausende hinweg im Wissen der Bevölkerung.
In den späteren europäischen Hochkulturen und den heutigen Weltreligionen nahmen Höhlen einen bedeutenden Stellenwert ein, indem sie zum Geburtsort bzw. Sitz der Götter und zu Eingängen in die Unterwelt wurden. Diese geheimnisvollen Plätze haben heute noch eine Ausstrahlung, der man sich kaum entziehen kann. Gleich ob es sich um unterirdische Bestattungsorte, wie beispielsweise die römischen Katakomben oder um alte Kult- und Tempelhöhlen untergegangener Kulturen handelt, sie haben eines gemeinsam, den Reiz des Geheimnisvollen, der Stille und Geborgenheit, sowie des Mystischen. Überschreitet man die Schwelle vom Tageslicht in die ewige Finsternis, so wird man mit dem Unbekannten konfrontiert, das die Psyche des Menschen in eine äußerste Anspannung und Erwartung versetzen kann. Diese Ausstrahlung ist bei vielen Höhlenkirchen der heutigen Zeit spürbar, das beweisen Millionen Menschen die diese Plätze in Europa alljährlich aufsuchen. Dies zeigt aber auch, dass uns "Heilige Höhlen" auch heute noch mehr denn je in ihren Bann ziehen und wir so das Erbe unserer Vergangenheit über Jahrtausende hinweg nicht abgelegen konnten.
Das Höhlenregister ...
Alle im Text erwähnte und beschriebene Höhlen
A
Abri de la Madeleine, Dordogne,
Frankreich
Abri Laussel, Dordogne, Frankreich
Abri Moustier, Le Moustier, Dordogne, Frankreich
Adelsberger Grotte, Postojna, Slowenien
Agia-Pareskevi-Höhle, Kreta, Griechenland
Agia-Solomoni-Katakombe, Zypern, Griechenland
Agia-Sophia-Höhle, Kreta, Griechenland
Anghelu Ruju, Sardinien, Italien
Arago-Höhle, Tautavel, Frankreich
B
Bedeilhac, Haute.Ariège, Frankreich
Bestattungshöhlen, Matala, Kreta, Griechenland
Blautopf, Blaubeuren, Deutschland
Breitensteiner Bäuerin, Rinnenbrunn, Deutschland
Brochdorff-Steinkreis, Gozo, Malta
Burkhardus-Grotte, Homburg, Deutschland
Býci skála, Blansko, Tschechische Republik
C
Caverna del Dio Mithra, Duino, Italien
Chiesa di San Angelo di Grotte, Campobasso, Italien
Cueva de Altamira, Santillana del Mar, Spanien
Cueva de los Murciélagos, Zuheros, Spanien
Cueva de San Bernabé, Burgos, Spanien
D
Dietersberghöhle, Egloffstein,
Deutschland
Diktäische Höhle (Zeusgrotte), Kreta, Griechenland
Domus de Janas, Sardinien, Italien
Drachenhöhle, Mixnitz, Österreich
Drachenloch, Vättis, Schweiz
Durezza-Höhle, Villach, Österreich
E
Eileithyia-Höhle, Kreta, Griechenland
Eptá Parthénon (Nymphengrotte), Kálymnos, Griechenland
Eremitage de Longeborgne, Bramois, Schweiz
Externsteine, Horn, Deutschland
F
Fliegenhöhle ( Musja jama/Jama na
Prevali II.), Škocjan, Slowenien
Frauenloch, Kaindorf, Österreich
Franchthi-Höhle, Peloponnes, Griechenland
G
Gailenreuther-Zoolithen Höhle,
Gailenreuth, Deutschland
Gerontospiliá, Kreta, Griechenland
Giovanni d’Antro (Heiligtum im Fels), Tarcetta, Italien
Goat’s Hole (Ziegenhöhle), Paviland, England
Gorge d’Enfer, Dordogne, Frankreich
Große Höhle, St. Canzian, Slowenien
Große Ofnethöhle, Holheim, Deutschland
Grotta Caruso, Lokri, Italien
Grotta dell’Arsenale, Capri, Italien
Grotta di Matromania, Capri, Italien
Grotta di Tiberio (Tiberiushöhle), Sperlonga, Italien
Grotta Guattari, San Felice Circeo, Italien
Grotta-Santuario di Santa Rosalia, Sizilien, Italien
Grotte Chauvet, Pont d’Arc, Frankreich
Grotte de Fontenile, La Chapelle-Gonaguet, Frankreich
Grotte de l’Abbaye, Brantome, Frankreich
Grotte de la Vzerae, Douzillac, Frankreich
Grotte Foissac, Lot, Frankreich
Grotte Lascaux, Montignac, Dordogne, Frankreich
Grotte Les Combarelles, Dordogne, Frankreich
Grotte Massabielle, Lourdes, Frankreich
Grottes de Lacave, Frankreich
H
Halbhöhle, Steinberg, Österreich
Heidenkapelle, Saarbrücken, Deutschland
Heidentempel, Köflach, Österreich
Heinfriedhöhle, Osterode, Deutschland
Hermes-Höhle, Peloponnes, Griechenland
Höhle des Hades (Plutonium), Eleusis, Griechenland
Höhle des hl. Neophythos, Zypern, Griechenland
Höhle von Aurignac, Aurignac, Haute Garonne, Frankreich
Höhle von Durfort, Gard, Frankreich
Höhle von Engis, Lüttich, Belgien
Hohlenstein-Stadel, Deutschland
Hypogäum (Hal Saflieni), Valletta, Malta
Hypogäum Via Livenza, Rom, Italien
I
Idäische Höhle, Kreta, Griechenland
J
Jeskyné Blanických Rytiřů,
Rudka, Tschechische Republik
Josefinengrotte, Peggau, Österreich
Jungfernhöhle, Tiefenellern, Deutschland
K
Kalte Höhle, Rumänien
Kamares-Höhle, Kreta, Griechenland
Karnerhöhle, Pitten, Österreich
Karstdolinen, Didima, Peloponnes, Griechenland
Kelle, Bischofferode, Deutschland
Kenthöhle, England
Kleine Ofnethöhle, Holheim, Deutschland
Knochenhöhle (Okostna jama/Mala jama na Prevali), Škocjan, Slowenien
Korýkische Grotte, Delphi, Griechenland
Koutalá-Höhle, Sérifos, Griechenland
Kukkuru s’Arriu, Sardinien, Italien
Kyffhäuser-Höhlen, Bad Frankenhausen, Deutschland
L
La Chapelle-aux-Saints, Frankreich
La Ferrassie, Dordogne, Frankreich
La Magdeleine, Tarn, Frankreich
Labyrinth bei Górtys, Kreta, Griechenland
Laugerie Basse, Dordogne, Frankreich
Laugerie Haute, Dordogne, Frankreich
Lichtensteinhöhle, Osterode, Deutschland
Lourdesgrotte, Bisamberg, Österreich
Lourdesgrotte, Buggiba, Malta
Lourdesgrotte, Kalwang, Österreich
Lourdesgrotte, Stiwoll, Österreich
Lurgrotte, Peggau, Österreich
M
Maastrichter-Höhle, Holland
Magdalena-Einsiedelei, Düdingen, Schweiz
Magdalenengrotte (Les Espélugues), Lourdes, Frankreich
Maria-Lourdes Grotte, Gugging, Österreich
Marien-Höhlenheiligtum, Collepardo, Italien
Markhaeras-Höhlenkloster, Zypern, Griechenland
Marmorhöhle (Nymphengrotte), Ithaka, Griechenland
Maximushöhle (Salzburger Katakomben), Österreich
Meteora, Griechenland
Mithräum Barberini, Rom, Italien
Mithräum Caracalla-Thermen, Rom, Italien
Mithräum Circus Maximus, Rom, Italien
Mithräum San Clemente, Rom, Italien
N
Nekropole Monte Sirai, Sardinien, Italien
Ninfeo Bergantino, Castel Gandolfo, Italien
Nymphen-Höhlenheiligtum, Ras il-Wardija, Gozo, Malta
Nymphóliptos, Vári, Griechenland
O
Ojo Guareña, Burgos, Spanien
Orecchio di Dionisio (Ohr des Dionysius), Sizilien, Italien
P
Petershöhle, Velden, Deutschland
Petralona-Höhle (Kókkines Pétres), Griechenland
Predjama (Predjamski Grad), Postojna, Slowenien
R
Rochushöhle, Großreifling, Österreich
Rosaliengrotte, Hemmaberg, Österreich
S
Sacro Speco, Subiaco, Italien
Saint-Paul’s-Katakomben, Rabat, Malta
Salzofenhöhle, Totes Gebirge, Österreich
Sant Andrea Priu, Sardinien, Italien
Santa Marija, Mellieha, Malta
Santuario della Montagna Spaccata, Gaeta, Italien
Santuario di Demetra, Sizilien, Italien
Santuario Madonna delle Cese, Collepardo, Italien
Schachtgrab, Xemxija, Malta
Sima de los Huesos, Atapuerca, Spanien
St. Martins-Kapelle (Höhle), Verenaschlucht, Schweiz
St. Wolfgangs-Höhle, St. Wolfgang, Österreich
Steinkirche, Schwarzfeld, Deutschland
T
Traunstein-Höhlenkirche, Kelheim,
Deutschland
U
Ulrichsbrunn, Graz, Österreich
W
Wildkichli, Säntis, Schweiz
Wookeyhöhle, England
X
Xaghra-Steinkreis, Gozo, Malta
Z
Zeusgrotte, Naxos, Griechenland
Zmajeva Pećina (Drachenhöhle), Brač, Kroatien
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